Reiseberichte, Reisen, USA

Roadtrip auf der Pacific Road nach Los Angeles

Bixby Bridge Klippen

Auf ging es von San Francisco nach Los Angeles. Der eigentliche Roadtrip beginnt. Mit einem kurzen Stop mal wieder in Cupertino, um dann doch das ersehnte Tshirt zu kaufen beim Apple Campus. Leider gab es nicht mehr die gewünschte Farbe, aber ich habe schlussendlich ein schlichtes schwarzes Shirt gekauft. Etwas Panik brach zwischenzeitlich im Apple Store aus, da ich mein Geldbeutel verloren hatte und das Personal überall danach suchte. Es wurde gefunden. Nach diesem Schreck und einem glücklichen Kauf ging es dann los in Richtung Süden auf der schönsten Straße der Welt, der Pacific Road.

Start des Roadtrips Richtung Santa Cruz

Wir fuhren von Cupertino in Richtung Santa Cruz auf dem Highway 17. Dort ging es dann auf den Highway 1, der größtenteils an der Küste entlang führt. Rechts von der Straße wechselte das Bild von Häusern, über Wiesen und Felder zu Stränden und Meer. Manche Strände wollten nie enden. Das Wetter an dem Tag war perfekt, blauer Himmel und Sonnenschein. Der ganze Weg nach Los Angeles hätte etwa 8-9 Stunden gedauert. Da wir jedoch zwischendurch auch anhalten wollten und genug Zeit zum Anschauen und Genießen haben wollten, haben wir diesen Roadtrip aufgesplittet in 2 Tage mit einem Zwischenstop in Morro Bay.

Riesige Wellen in Sand City

Der erste Zwischenstop erfolgte in Sand City. Aus purem Zufall, da der Strand vom Highway aus sehr schön aussah und direkt eine Abfahrt am Highway hatte. Der Parkplatz war direkt vor dem Strand mit einem tollen Blick aufs Meer. Das war nun der zweite kalifornische Strand, den ich besuchte und obwohl die Felsen fehlten, war er doch für sich genommen wieder sehr beeindruckend. Der Wellengang war sehr viel stärker und man musste schon mutig sein, dort schwimmen zu gehen. Der Strand war recht leer und nur vereinzelt gab es Spaziergänger, Jogger oder Beachvolleyballspieler. Dafür gab es umso mehr Möwen. Ein riesiges Getümmel, perfekt um hinein zu rennen und Bilder schießen. Gesagt getan. Für einige Zeit lang flogen die Möwen einfach über uns und umkreisten uns. Ein tolles Naturschauspiel bei der Masse an Vögeln. Gott sei Dank musste dabei keine ihren Darm entleeren.

Wilde Klippen im Nirgendwo

Weiter ging es auf die Straße runter an der Küste entlang in Richtung Big Sur und Bixby Bridge. California von Phantom Planet lief im Radio auf und ab. Die perfekte Stimmung für einen Roadtrip am Meer entlang. Links der Straße erstreckten sich die Berge, trocken und nur mit mäßigem Gebüsch bewachsen. Rechts der Straße das Meer und pures Leben. Suspekt, dass Trockenheit und Nässe so nah beieinander liegen können. Die Landschaft wurde von Abschnitt zu Abschnitt, von Kurve zu Kurve immer schöner. Wir hielten erneut an einer Stelle irgendwo im nirgendwo an. Im Meer erstreckten sich Felsen und der Weg durch trockene Büsche ebnete einen Blick über die Klippen. Das Wasser peitschte an die Felswand. Wind wehte durch die Haare, Sonne auf der Haut. Absolute Freiheit.

Golden Hour an der Bixby Bridge

Nach einigen Fotos und Videos ging es weiter. Gefühlt waren wir noch gar nicht lang unterwegs und hatten noch eine ziemlich lange Strecke vor uns nach Morro Bay. Der nächste Stop erfolgte dann tatsächlich vor der Bixby Bridge. Man muss wohl erwähnen, dass auf der ganzen Strecke fast keine Möglichkeit besteht zu tanken oder irgendwo etwas zu essen. Das sollte man auf jeden Fall vorher einpacken. Die Bixby Bridge ist ein sehr bekanntes Fotomotiv und wir kamen genau zur richtigen Zeit an. Die Golden Hour. Der Sonnenuntergang begann bereits und die Klippen und die Brücke erleuchteten in einem wunderschönen Orange. Atemberaubender Kontrast zum blauen Meer. Als hätte man einen Live Instagram Filter über das Land gelegt. An diesem Spot waren auch noch ein paar andere Touristen. Wohl die letzten Menschen, die wir sehen sollten bis Morro Bay.

 

Horrorgeschichten bei der Nachtfahrt

Die Sonne ging unter und verschwand am Horizont hinter dem Meer. Der Himmel noch immer leuchtend rot orange. Wir fuhren weiter, schließlich mit dem Vorhaben erstmal nicht mehr anzuhalten, da die Dunkelheit immer schneller voran schritt und der Weg noch sehr weit war zum Zwischenstop. Nachts an den Klippen entlang zu fahren, war womöglich nicht die beste Idee, da Leitplanken auch nur bedingt für Sicherheit sorgten, wenn sie denn vorhanden waren. Drei Meter weiter rechts und man wäre an einigen Stellen die Klippe hinab gestürzt. Das war schon etwas Angst einflößend. Zudem war es irgendwann stock dunkel und man sah nichts um sich herum. Ab und zu kam mal ein Auto entgegen. Ansonsten war man ganz allein. Tankstellen oder Restaurant Fehlanzeige. Für eine kurze Zeit steigerten wir uns in Horrorgeschichten, die die Fahrt definitiv Adrenalinreicher gestalteten und dafür sorgten, dass man wach blieb. Die typischen USA Roadtrip Horrorgeschichten, die man so aus dem Film kennt. Nur der Mond leuchtete noch am Himmel. Eine Nachtfahrt, die definitiv in Erinnerung bleibt.

Sunset Bixby Bridge

Ankunft in Morro Bay

Nach vielen Kurven, Klippen, Wald und kleinen Waldhütten erreichten wir Morro Bay. Ein verschlafener kleiner Ort mit vielen Hotels und Motels. Wir suchten einfach zufällig Hotels raus und haben uns dann für das günstigste entschieden. Wir durften sogar die Zimmer vorher anschauen, um zu sehen ob es passt. Vieles war bereits ausgebucht, da wir erst kurz vor 22 Uhr eintrafen. Robben hörte man in der Ferne. Ein kurzer Abstecher zum Supermarkt für das Abendessen und schon ging es schlafen. Wir waren ziemlich geschafft von dem Roadtrip.

Fish’n’Chips in Pismo Beach

Am nächsten Morgen ging es nach einem kleinen spärlichen Frühstück weiter in Richtung Los Angeles. Nochmal etwa vier Stunden Fahrt lagen vor uns. Diese führte jedoch mehr oder weniger etwas weiter abseits vom Meer entlang durch Wälder und Berge. Zum Mittag hielten wir in Pismo Beach. Ein kleiner Ort direkt am Meer zum Surfen. Der Strand war wirklich riesig und erstreckte sich über die komplette Ortslänge und darüber hinaus. Wir aßen im Brad’s Restaurant Fish’n’Chips und fuhren weiter in Richtung LA. Das Wetter trübte sich immer mehr ein. Vorbei an Santa Barbara, Feldern und trockenen Gebirgslandschaften. Je näher wir an Los Angeles kamen, desto mehr Verkehr wurde es. Ungewohnt nachdem man am Tag zuvor fast niemanden weit und breit sah.

Unterkunft im Gang Gebiet?

In Los Angeles kam dann zum ersten Mal die Frage auf in welchem Stadtteil wir eigentlich wohnen. Schreck und Spannung führten zur Karte und bestätigten die schlimmsten Befürchtungen: Wir wohnten im Ganggebiet. Ein Anruf beim AirBnB Host ließ jedoch ein Stein vom Herzen fallen. Wir wohnten auf der rechten Seite des Highways. Diese war sicher. Sicher ist auch, dass dies definitiv die schönste Straße der Welt war in Richtung LA. Ein Roadtrip, der sich gelohnt hat.

Gebiete, die du meiden solltest:

Inglewood, Compton

Like
Like Love Haha Wow Sad Angry
31

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.