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Kalifornien Feeling im Süden von Kata

Promthep Viewpoint Musiker Phuket

Die zweite Hälfte meines Aufenthalts in Phuket wollte ich im Süden in Kata verbringen. Kata liegt südwestlich von Phuket und ist einer der Haupturlaubsorte für Touristen. Für mich war es jedoch eher ein neuer Standort, um die südliche Gegend zu erkunden, denn dieses ist abseits von Kata auch traumhaft. Eine Tour vom Nai Yang Beach nach Kata, zum Südkap Phukets und dem Karon Viewpoint.

Meine Tour ging weiter in den Süden. Die Sachen waren wieder alle eingepackt und ich verabschiedete mich vom Hotelpersonal. Die Mitarbeiter waren wirklich alle sehr freundlich dort. Eine Mitarbeiterin kam von der Grenze zu Kambodscha und erzählt mir während meines Aufenthalts, dass sie seit zwei Monaten schon im Hotel arbeitet, aber noch nie Urlaub oder frei hatte. Jeden Tag eine zwölf Stunden Schicht. Da sagt noch einer, dass 8 Stunden in Deutschland mit Wochenende anstrengend sind.

Voll gepackt mit 7 Sachen nach Kata

Mein Gepäck musste ich auf beide Seiten meines Oberkörpers schnallen. Den Osprey Rucksack hinten, den Daypack Rucksack vorne. Ich sah aus wie ein Packesel und fühlte mich auch so. Ein Unfall wäre eher suboptimal. Draußen waren auch angenehme 32 Grad, sodass mir auch überhaupt nicht warm war. Aber immerhin schien die Sonne und ich wollte schnell nach Kata, bevor es wieder regnete. Auf ging es zum Highway 402, der mich bis runter in den Süden führte. Eigentlich wollte ich ursprünglich an der Küste entlang fahren, aber da die Wetterlage nicht stabil war und nicht beide Rucksäcke wasserdicht, entschied ich mich für den schnelleren Weg. Eineinhalb Stunden dauerte die Fahrt. Vorbei an etlichen Häusern, Kreuzungen und Feldern. Der Verkehr war verrückt wie immer und ich fuhr extra vorsichtig mit dem Gepäck, der sich an meinen Körper wie ein Sandwich presste. Je südlicher es ging, desto verrückter und voller wurde der Verkehr.

Kampf der Stärkeren auf der Straße

Vorbei an Phuket Town, der größten Stadt der Insel, ging es nach Chalong und einem sehr schwierigen Kreisverkehr. So genau konnte ich nicht erkennen in welche Ausfahrt ich eigentlich musste. Mein Handy lag unten in der Ablage und durch die Bewegung, fiel es immer wieder um oder drehte sich. Die Kreisverkehre sind im Vergleich zu Deutschland auch eher ein Kampf des Stärkeren. Jeder fährt einfach rein, auch zweispurig und man muss sich einfach durch die Lücken durchdrängeln. Gar nicht so einfach, mit dem Gepäck und der Hitze und den vielen Autos und Motorrädern, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ausgerechnet die letzte Ausfahrt führte weiter zu meiner Airbnb Unterkunft.

Auf der 4028 ging es dann direkt in Richtung Kata. Die restliche Strecke war weitaus ruhiger und je weiter ich kam, desto mehr Hotels und Angebote gab es für Touristen. Etwas ungewohnt, da ich das im Norden nicht so häufig sah. Der Weg ist jedoch wunderschön, da man bergauf einen tollen Ausblick bis zum Meer hat. Die Unterkunftssuche wiederum erwies sich eher als schwierig. Mein Magen war bereit für etwas Nahrung und ich konnte die Unterkunft in der angegebenen Adresse einfach nicht finden. Ich landete in Seitenstraßen von Wohnhäusern, vor einem Spa und fuhr die Straße etwa 3 mal auf und ab. Kurz Pause am Straßenrand, um die Adresse genau zu finden auf der Karte und ein paar Kekse zu verdrücken.

Ankunft im neuen Hotel

Ich fuhr die Straße wieder runter und sah bereits eine Frau am Rand winken. Sie dachte sich bereits, dass ich die Unterkunft suchte. Peinlich, denn sie stand direkt davor und ich bin drei Mal daran vorbeigefahren, trotz Schild. Meine Vorstellung im Kopf war komplett anders, als es schlussendlich aussah. Aber sie war super freundlich, brachte mir Tee und unterhielt sich erstmal mit mir. Wieder eine Unterkunft in einem Massagesalon. Dafür gab es endlich eine Waschmaschine und das war auch das erste, was ich benutzte. Das Zimmer war auf den ersten Blick okay, jedoch funktionierte das Internet nicht. Der absolute Dämpfer. Es roch außerdem nach Zigarettenqualm und war im Vergleich zum vorigen auch schon älter. Bis auf die Ameisen und üblichen Flecken auf dem Bett, war es aber dennoch irgendwie sauber. Das Internet wurde auch im Laufe des Tages repariert.

Tour zum Karon Viewpoint

Da ich nun endlich im Süden war, habe ich auch die erste kleine Tour zum Promthep Viewpoint, dem Südkap Phuket’s, noch angetreten, denn das Wetter war warm und sonnig. Das Südkap ist etwa 15 Kilometer von Kata entfernt und ich wollte unbedingt den Sonnenuntergang dort anschauen. Also habe ich das nötige Kameraequipment wieder eingepackt und bin direkt losgefahren. Lange dauerte es nicht mehr bis zum Sonnenuntergang. Ich fuhr noch ein Stück nach Kata rein und es war merklich eine Touristenstadt. So viele Menschen hatte ich die ganze Woche im Norden nicht gesehen. Dafür gab es ein Restaurant nach dem Anderen.

Phuket Hills

Der Weg heraus führte hoch in die Phuket Hills. Dort oben hat man wirklich einen grandiosen Ausblick über die Stadt und auf das Meer. Ich konnte mich kaum auf den Verkehr konzentrieren, da ich immer einen Blick haschte, um die Aussicht zu genießen. Hotels und Resorts fügten sich in die Hills ein und bieten vermutlich einen grandiosen Ausblick aus dem Hotelzimmer. Vorbei an einer erneuten Elefantenreitstation kam ich überraschenderweise noch am Karon Viewpoint an. Spontan hielt ich da schnell an. Touristengruppen bevölkerten den Aussichtspunkt. Auch ein paar Deutsche waren dort und machten ihre Urlaubsfotos. Der Ausblick reichte über ganz Kata, die Hills und zum Meer. Abends war es sogar noch schöner, als ich dann auf der Rücktour sogar ganz allein dort war.

Karon Viewpoint nach Kata

Karon Viewpoint bei Nacht

Sonnenuntergang am Südkap Promthep Viewpoint

Weiter ging es zum Promthep Viewpoint. Die Sonne sank bereits langsam, also war Eile geboten. Ich fuhr weiter in den Süden vorbei an vielen Palmen und kleinen Häusern. Heraus kam ich an einem großen See mit umfließenden Gehweg zum Joggen. Der See mündete jedoch direkt ins Meer und auf der anderen Bergseite hat sich ein Hotelresort direkt in den Berg gesetzt. Eine wirklich schöne Umgebung. Vorbei an Joggern, Spaziergängern und Hundebesitzern fuhr ich auf ein Windrad zu, welches oben auf dem Berg stand. Dort oben hatte man sogar noch einen besseren Blick auf die Bucht und das Hotel. Wenige Minuten noch bis zum Südkap. Es wurde zunehmend hügeliger, Palmen und Wald erstreckten sich links der Straße, rechts das Meer. Die Palmen tauschten mit kleinen Läden, Souvenirshops und das Meer mit dem Parkplatz und Bussen. Ich war am Promthep Viewpoint angekommen.

Ich parkte ziemlich weit vorn in der Nähe des Weges, welcher zum Ausblick führte. Hunde streunten herum und eine Schulklasse saß hinter einem Bus im Schatten. Ich lief den Weg hinauf zum Aussichtspunkt. Andere Touristen belagerten bereits den Hang hinter der Mauer, Drohnen flogen umher und alle schauten in den Süden zur untergehenden Sonne. Nur einer blickte in die andere Richtung: ein älterer Mann, der Gitarre spielte und alte Songs der 60er bis 80er sang. Ein bisschen Kalifornien-Feeling im Süden Phuket’s. Die Musik in den Ohren, die untergehende Sonne, das Meer und die kleinen Inseln vor der Küste erzeugten einen ganz einzigartigen Moment, den ich einfach nur genossen habe.

Promthep Viewpoint Musiker Phuket

Promthep Viewpoint Sonnenuntergang Phuket

Touristen am Promthep Viewpoint

Die Sonne verschwand mehr und mehr am Horizont und ich setzte mich noch eine Weile neben den Musiker und blickte in die Ferne. Es hat sich definitiv gelohnt zum Promthep Viewpoint hinzufahren. Die Menschen verschwanden je dunkler es wurde und ich blieb bis die ersten Sterne am Himmel zu sehen waren. Der kleine Leuchtturm strahlte in die Dunkelheit. Die Luft war immer noch warm und ich hätte dort wirklich ewig sitzen können. Ein perfekter Abschluss des Tages.

Sonnenuntergang am Promthep Viewpoint

Promthep Viewpoint Leuchtturm Phuket

Der Vlog nach Kata

Kennt ihr auch diese Momente, wo einfach alles harmonisch ist und die Stimmung perfekt, sodass man diese ewig genießen könnte? Wo hattet ihr dieses Erlebnis das letzte Mal?

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